Genießerland Baden-Württemberg


S1_1_AZ_Fischerin.jpgS1_2_DSC_0793.jpgFür die meisten Menschen ist der Bodesee, das „Schwäbische Meer“, gleichbedeutend mit Urlaub und Erholung. Für die rund 130 Berufsfischer rund um den See ist er schlicht und einfach der Arbeitsplatz. Ein Beruf, der hier auf rund 10.000 Jahre Tradition zurückblicken kann – heute natürlich mit regelgerechten Ausbildungsgängen zum Fischwirt und Fischwirtschaftsmeister bzw. zur Fischwirtin und Fischwirtschaftsmeisterin wie bei Edith Dickreiter, der Fischerin vom Bodensee.

S1_3_DSC00529.jpgFischerei ist ein echter „Knochenjob“. Mehrmals am Tag heißt es, Netze einholen oder auslegen, je nach Jahreszeit schon früh zwischen halb vier und sechs Uhr; harte Handarbeit ist da ange- sagt. Und ganz entgegen dem globalen Trend zu Arbeitsteilung und Computerarbeit ist die Fischerei ein einsamer Job bei jedem Wind und Wetter – waren vor ein, zwei Generationen noch bis zu vier Mann in einem Boot, wird der Beruf heute meist im Alleingang ausgeübt.

Mehr als 30 Fischarten und einige Großkrebsarten leben neben vielem Kleingetier im See. „Brotfische“ der Fischer sind die Felchen, ein typischer Fisch in Voralpenseen. Die Blaufelchen haben dabei den größten Anteil. Auch der Barsch ist für die Fischerei äußerst wichtig, der am Bodensee allerdings Kretzer und am Schweizer Ufer Egli heißt. Darüber hinaus gibt es Aale, Brachsen, Groppen, Hechte, Schleien, Saiblinge und Zander, wobei der größte Bodenseefisch – der Wels – mit seinen bis zu zwei Metern Länge am Grund des Sees tief unten lebt.

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